Während die Welt das etablierte E-Bike jede Nacht an das Ladekabel hängt, experimentieren unsere studentischen Teams an der Hochschule Niederrhein mit mechanischen Rollfedern, 150 bar Hydraulikspeichern und smarter SuperCap-Autarkie. Das Ziel? Anfahrhilfen, die nicht geladen werden müssen – mit maximalem Coolness-Faktor und echter Ingenieurskunst!
Das Forschungsprojekt wird am Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Niederrhein von zwei Professoren geleitet – als kreative Spielwiese für angehende Ingenieure.
E-Bikes sind praktisch, aber langweilig: Man muss sie ständig aufladen, sie sind schwer und kosten ein Vermögen. Im Stadtverkehr stehen wir trotzdem alle an derselben roten Ampel. Beim Anfahren aus dem Stillstand droht ohne Unterstützung das klassische, wackelige Schlangenlinienfahren.
BoostBike geht das Problem mit einem Augenzwinkern an: Was wäre, wenn wir Bremsenergie vor der Ampel nicht verpuffen lassen, sondern in mechanischen Rollfedern, SuperCaps oder hydraulischen Druckspeichern fangen? Kein Kabel, kein nächtliches Laden – dafür purer Fahrspass und ein gewaltiger technischer Coolness-Faktor beim Start!
Energietechnik
Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen • Schwerpunkt Energieumwandlung, Hydraulik, Thermodynamik und Systemeffizienz.Fertigungstechnik
Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen • Schwerpunkt Fertigungsverfahren, Maschinenelemente und konstruktive Umsetzung.Bevor studentische Prototypen auf die Straße rollen, werden die mechanischen Grundgleichungen des Fahrrads und die verkehrsrechtlichen Rahmenbedingungen exakt analysiert.
Die Tretkurbel wirkt als mechanischer Hebelarm. Die Pedalkraft FP = m · g erzeugt an der Kurbelwelle ein Drehmoment MK. Bei einer Kurbellänge von s ≈ 0,17 m und 150 N Kraft entstehen ca. 25,5 Nm Antriebsmoment – der Ausgangspunkt für unsere Rekuperationsberechnungen!
Ein Fahrrad wird erst ab einer gewissen Mindestgeschwindigkeit kreiselstabil. Beim langsamen Anfahren droht seitliches Umkippen, was zu wackeligem Schlangenlinienfahren führt. Der BoostBike-Schub schiebt das Rad sofort auf Tempo – sicher, stabil und mit einem breiten Grinsen an den Autos vorbei.
Wir versuchen in Abstimmung mit TÜV, Dekra und dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Zulassungsfragen zu klären: Unsere BoostBikes sind rein rekuperierend nur mit einem mechanischen/hydraulischen/elektrischen Speicher ohne Lademöglichkeit ausgestattet. Da sie ohne eigene Kraftquelle konzipiert sind, ist das System quasi eine Anfahrhilfe. Vorteilhaft wäre, es fiele unter § 63a StVZO (Schiebe-/Anfahrhilfe) und bleibt damit komplett TÜV-frei!
In mehrjährigen Forschungsphasen haben unsere Studentengruppen drei völlig unterschiedliche Speichertechnologien konstruiert. Entdecken Sie die exakte Kette der Übertragungs- und Antriebs-Wirkungsgrade – und schalten Sie zwischen Prinzipschaubild und echtem Foto um!
Warum Chemie oder Strom, wenn es auch mit purem Federstahl geht? In einer massiven Gehäusetrommel auf dem Gepäckträger über dem Hinterrad spannen sich beim Rückwärtstreten zwei parallel geschaltete Rollfedern (von Scherdel Innotec). Ein mechanisches Kunstwerk mit unschlagbarem Coolness-Faktor – ganz ohne Batterie!
Die Königsklasse der studentischen Fluidtechnik: Beim Rückwärtstreten fördert eine kleine Zahnradpumpe Öl in einen Stickstoff-Membranspeicher (Hydac SBO300) und spannt ein Gaspolster auf bis zu 150 bar. Bei Grün an der Ampel öffnen Sie den Magura-Bremshebel – die Pumpe wird zum Motor und zischt mit Druckluft-Feeling los!
Für alle, die elektrisch beschleunigen wollen, aber das ständige Laden an der Steckdose und verschleißende Akkus satt haben! Unsere Studenten setzen auf ultra-leichte, hochleistungsfähige SuperCaps (Doppelschichtkondensatoren). Sie absorbieren Bremsenergie in Sekundenbruchteilen und geben sie an der Ampel als kraftvollen Power-Boost wieder ab – verschleißfrei und mit maximaler Autarkie!
Simulieren Sie live, wie viel Bremsenergie Sie vor der roten Ampel mit unseren ermittelten Systemwirkungsgraden fangen und als coolen Anfahr-Boost wieder freisetzen!
Wo punktet das etablierte E-Bike aus dem Laden – und wo glänzen unsere studentischen Prototypen mit Charme, Autarkie, Coolness und Systemwirkungsgrad?
| Kriterium / System | Standard Fahrrad | Klassisches E-Bike | BoostBike Mech. ⚙️ | BoostBike Hydr. 💧 ⭐ | BoostBike Elektr. ⚡ |
|---|---|---|---|---|---|
| Speichermedium | Keines (Muskelkraft) | Lithium-Ionen Akku | Rollfeder (Stahl) | Stickstoff-Gaspolster | SuperCap Kondensator |
| Systemwirkungsgrad (ηRoundtrip) | 0 % (keine Rekup.) | ca. 60 – 75 % (elektrisch) | 22,6 % (Rollfeder) | 48,5 % (150 bar Fluid) | 63,8 % (SuperCap) |
| Steckdosen-Pflicht | Nie | Täglich / Wöchentlich | Nie (0%) | Nie (0%) | Autark (Rekuperation) |
| System-Zusatzgewicht | 0 kg | ca. 4,0 – 7,0 kg | 21,0 kg (Steampunk) | ca. 3,5 kg (sehr leicht) | ca. 2,5 kg (ultra-leicht) |
| Coolness-Faktor | Standard | Alltäglich | 10/10 (Rollfeder) | 11/10 (150 bar Zischen!) | 10/10 (SuperCap Boost) |
| StVZO / TÜV Status | Zugelassen | Pedelec DIN EN 15194 | § 63a Anfahrhilfe | § 63a Anfahrhilfe (TÜV-frei) | § 63a / Pedelec konform |
| Charakter des Projekts | Basis | Kommerziell | Mechanisches Wunder | Fluid-Hightech | Smarte Evolution |
Ein interdisziplinäres Forschungs- und Lehrprojekt lebt von der Leidenschaft, Kreativität und dem Erfindergeist seiner Studierenden sowie der wissenschaftlichen Begleitung am Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Niederrhein.
Initiatoren, wissenschaftliche Betreuung und Prüfer der interdisziplinären Entwicklungsprojekte an der Hochschule Niederrhein.
Erforschung und Prototypenaufbau eines rein mechanischen Systems mit Feder-Energiespeicher auf dem Gepäckträger.
Entwicklung des hydromechanischen Antriebs mit Stickstoff-Membranspeicher, Ventilschaltung und energietechnischer Überprüfung.
Elektrische SuperCap-Autarkie, Nabenmotor-Integration, elektronisches BMS und energetische Effizienzsteigerung.